Wohin wenden bei Haarausfall

​Volles, üppiges und glänzendes Haar verbinden wir gemeinhin mit Gesundheit, Jugend und Vitalität. Ausfallendes, schütteres und dünner werdendes Haar hingegen weckt Assoziationen mit Alter, Krankheit und Verfall. Daher ist starker und anhaltender Haarausfall für viele Betroffene sehr belasten. Erfahren Sie, welche Ursachen Haarausfall haben kann und wo Sie als Betroffener Hilfe finden.

Haarausfall ist in den meisten Fällen genetisch bedingt

Die Ursache für anhaltenden Haarausfall sowie zeitig licht werdendes Haar ist in den wenigsten Fällen krankheitsbedingt. In weit mehr als 90 Prozent aller Fälle ist er stattdessen genetisch bedingt, also bereits von Geburt an in unserem Erbgut verankert. Dies ist selbstverständlich für Sie als Betroffenen nur ein schwacher Trost. Denn es handelt sich bei solchermaßen genetisch bedingtem Haarausfall zwar nicht um eine Krankheit, die behandelt werden müsste. Dennoch kann er sehr belastend sein, sodass eine Therapie durchaus Sinn macht. Denn viele Menschen, die unter Haarausfall leiden, fühlen sich nicht mehr attraktiv und leiden daher vor allem in der Öffentlichkeit sehr. Die gute Nachricht jedoch ist, dass sich Haarausfall mit der passenden Therapie durchaus stoppen oder zumindest verzögern lässt. Praktische Tipps und Hilfe von anderen Betroffenen erhalten Sie hierzu im Forum auf http:// haarsprechstunde-online.de.

Ab wann spricht man eigentlich von Haarausfall?

Mediziner sprechen von Haarausfall, wenn dem Betroffenen pro Tag mehr als 100 Haare ausfallen. Die korrekte medizinische Bezeichnung hierfür lautet Effluvium capillorum. Eine sogenannte Alopezie liegt dann vor, wenn so viele Haare ausfallen, dass das Haupthaar sichtbar ausgedünnt ist oder gar kahle Stellen zu sehen sind. Die androgenetische Alopezie, also der genetisch bedingte Haarausfall, stellt dabei wie bereits erwähnt die häufigste Form des Haarausfalls dar.

Wann sollte bei Haarausfall eine Therapie erfolgen?

Es ist völlig normal, dass wir ständig einige unserer Kopfhaar verlieren. Daher ist die Grenze zwischen natürlichem und therapiebedürftigem Haarausfall durchaus fließend. Jedes unserer Haare erneuert sich in einem stetigen Kreislauf selbst. Hierbei durchläuft es einen Zyklus aus drei Phasen, der Wachstumsphase, der Übergangsphase und der Ruhephase. Nach Letzterer fällt das Haar in der Regel aus. Danach bildet die Haarwurzel ein neues Haar und der Zyklus beginnt von neuem. Ist dieser natürliche Zyklus an irgendeiner Stelle gestört, kann es zum Haarausfall kommen. In diesem Fall ist eine Therapie sinnvoll.

Verschiedene Formen des Haarausfalls

Mediziner unterscheiden unterschiedliche Formen des Haarausfalls. Hierzu gehören neben dem erblich bedingten Haarausfall bei Frauen und Männern auch der kreisrunde Haarausfall (Alopecia areata, Pelade) sowie der diffuse Haarausfall (sog. diffuse Alopezie, symptomatische Alopezie). Alle diese Formen haben gemein, dass die Haarfolikel (Haarwurzeln) erhalten bleiben und sich keine Narben bilden. Daneben gibt es sogenannte vernarbende Alopezien. Hierbei sterben die Haarwurzeln ab. Daher können solche Formen des Haarausfalls nicht therapiert werden, sie sind irreversibel.

Sie sind mit Ihrem Problem nicht allein!

Haarausfall kommt häufiger vor, als Sie vielleicht denken. Allein der erblich bedingte Haarausfall kommt bei etwa 7 von 10 Männern im Laufe ihres Lebens vor. Und immerhin 4 von 10 Frauen müssen sich irgendwann mit einer androgenetischen Alopezie herumschlagen. Der kreisrunde und der diffuse Haarausfall hingegen sind deutlich seltener. Bei Frauen und Männern treten Sie gleichermaßen etwa bei 2 von 100 Personen auf. Sie sehen also, dass Sie mit Ihrem Problem nicht alleine dastehen. In unserem Forum erhalten Sie Hilfe und pflegen den offenen Erfahrungsaustausch mit anderen von Haarausfall Betroffenen.

Die häufigsten Ursachen von Haarausfall

Es gibt unterschiedliche Ursachen für Haarausfall. Beim erblich bedingten Haarausfall liegt die Ursache in einer Überempfindlichkeit der Haarfolikel gegenüber männlichen Hormonen (die selbstverständlich auch im weiblichen Körper vorkommen). Aufgrund einer stark erhöhten Anzahl an Rezeptoren können die Folikel bei betroffenen Personen größere Mengen an Testosteron und Dihydrotestosteron. Dadurch verkürzt sich die Wachstumsphase der Haare und das Haar fällt schneller als gewöhnlich aus. Das Haar wird daher zunehmend dünner und in der Folge verkleinern sich die Folikel.

Die Ursachen des kreisrunden Haarausfalls sind bis heute nahezu unbekannt. Nach derzeitigem Stand der Medizin soll es sich hierbei um eine sogenannte Autoimmunreaktion handeln. Dies bedeutet, dass sich die Abwehrmechanismen unseres Körpers gegen seine eigenen Strukturen richtet. Daher tritt diese Form des Haarausfalls meist sehr plötzlich und gehäuft im zweiten und dritten Lebensjahrzehnt auf. Befallen ist in der Regel ein kreisrundes oder ovales, deutlich abgegrenztes Gebiet. Beim kreisrunden Haarausfall ist eine familiäre Häufung zu beobachten.

Für den diffusen Haarausfall kommen mehrere Ursachen in Frage. Bei dieser Art des Haarausfalls erfolgt eine in der Regel gleichmäßige Ausdünnung des Haar über den gesamten Kopf. Zu den Ursachen zählen unter anderem zahlreiche Krankheiten, etwa Infektionen, Diabetes mellitus sowie eine gestörte Funktion der Schilddrüse. Ebenso kann eine falsche oder einseitige Ernährung die Ursache für diffusen Haarausfall sein, etwa durch Eiweiß- und/oder Eisenmangel. Auch hormonelle Umstellungen können vor allem bei Frauen diffusen Haarausfall bedingen. Sie kommen etwa durch eine Schwangerschaft bzw. Geburt oder die Einnahme hormoneller Verhütungsmittel zu Stande. Weitere Ursachen für diffusen Haarausfall sind die Einnahme diverser Medikamente, schädliche Strahlung (durch Therapie oder Unfall) sowie Stress, der sich nachteilig auf viele Körperfunktionen auswirken kann.

Möglichkeiten zur Therapie von Haarausfall

Abhängig von der vorliegenden Art des Haarausfalls gibt es durchaus verschiedene Möglichkeiten, diesen zu verlangsamen, zu stoppen oder gar teilweise rückgängig zu machen. Bei kreisrundem und diffusem Haarausfall gilt es zunächst, die Ursache dafür zu beseitigen. Dies kann zum Beispiel durch ausgewogene Ernährung oder die Therapie einer vorliegenden Erkrankung geschehen. Auch gegen erblich bedingten Haarausfall gibt es mittlerweile Wirkstoffe, die bei zahlreichen Anwendern nachhaltige Erfolge im Kampf gegen den Haarausfall zeigen. Welche Wirkstoffe für Sie in Frage kommen, kann Ihnen nach einer entsprechenden Diagnose am besten ein Dermatologe sagen. Außerdem erhalten Sie im Forum auf haarsprechstunde-online.de viele weitere Informationen sowie Erfahrungsberichte von anderen Betroffenen zu verschiedenen Therapiemethoden gegen Haarausfall.

Auch wenn Haarausfall bedrückend sein mag, ist es also nicht nötig, sofort zu verzweifeln. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Haarausfall zu behandeln. Nehmen Sie das Problem daher am besten noch heute in Angriff.