Warum Haarausfall bei Männern?

Warum sind Männer vom Haarausfall betroffen?

Viele Männer sind früher oder später von Haarausfall betroffen. Bei jedem zweiten Mann ab einem Alter von rund 50 Jahren ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Haare ausfallen werden. Und bei fast einem Drittel der Männer ab 30 Jahren sind erste Anzeichen für einen Haarausfall zu erkennen. Als Hauptursache, warum Haarausfall bei Männern entsteht, sind drei Faktoren bekannt.

Eine genetische Veranlagung, das zunehmende Alter und männliche Hormone gelten als wesentliche Faktoren für den Haarausfall. Alle drei Faktoren tragen dazu bei, dass die Haarfollikel allmählich schrumpfen und das Kopfhaar im Laufe der Zeit immer feiner und dünner wird. Schließlich können aus den geschrumpften Haarfollikeln keine Haare mehr nachwachsen und das Haar wird stetig weniger. Hinzu kommen weitere krankheitsbedingte Ursachen und äußere Einflüsse.

Bei den ersten Anzeichen von Haarausfall ist der Besuch eines Hautarztes zu empfehlen. Der Arzt wird eine Reihe von Untersuchungen vornehmen, um die Ursache für den Haarausfall zu bestimmen und, falls erforderlich und möglich, eine geeignete Therapie einzuleiten. Haarausfall bei Männern kann sich auf unterschiedliche Weise zeigen.

Arten von Haarausfall bei Männern

Bei krankhaftem Haarausfall werden von Experten vier verschiedene Arten unterschieden, von denen Männer und Frauen gleichermaßen betroffen sein können. Hierzu zählen erblich bedingter Haarausfall, diffuser Haarausfall, kreisrunder Haarausfall und narbiger Haarausfall.

Erblich oder anlagebedingter Haarausfall zeigt sich in Form von Geheimratsecken oder als lichter werdendes Haar am Hinterkopf und am Scheitel. Bei diffusem Haarausfall fallen die Haare mehr oder weniger gleichmäßig über den gesamten Kopf verteilt aus. Kahle, runde und etwa münzgroße Stellen sind das Zeichen für kreisrunden Haarausfall und narbiger Haarausfall ist an kahlen und vernarbten Stelle erkennbar.

Erblich bedingter Haarausfall

Erblich bedingter Haarausfall tritt oft schon bei jungen Männern auf. Diese Art des Haarausfalls ist hormonell bedingt. In der Sprache der Mediziner wird der erblich bedingte Haarausfall als androgenetischen Alopezie bezeichnet. Meist sind in der Familie der Vater, Großvater oder auch deren männliche Geschwister von dieser Art Haarausfall betroffen. Die Ursache, warum Haarausfall bei Männern hormonell bedingt sein kann, ist eine gewisse Sensibilität oder empfindliche Reaktion der Haarzellen auf das männliche Hormon Dihydrotestosteron (DHT). Das Hormon ist verantwortlich dafür, dass die betroffenen Haarwurzeln mitunter ganz absterben und kahle Stellen entstehen.

Bei Männern und Frauen ist der anlagebedingte Haarausfall die am häufigsten vorkommende Art von Haarausfall. Die Symptome unterscheiden sich bei Männern und Frauen jedoch. Anlagebedingter Haarausfall zeigt sich bei Männern vor allem durch einen unterschiedlich starken Haarverlust im Bereich des Hinterkopfs, der Stirn und im Bereich des Scheitels. Frauen verlieren Haare vor allem im Bereich des Scheitels.

Kreisrunder Haarausfall

Der Grund, warum Haarausfall bei Männern auch in Form von kreisrunden, kahlen Stellen auftreten kann, ist bis heute nicht zweifelsfrei bekannt. Zwar handelt es sich nach Ansicht von Fachleuten um eine sogenannte Autoimmunkrankheit, bei der das Immunsystem die eigenen Haarwurzeln als körperfremd ansieht und deshalb abstößt. Warum es jedoch zu dieser Erkrankung kommt, ist noch nicht geklärt.

Diese Form des Haarausfalls ist für die meisten der Betroffenen besonders schockierend. Die Haare fallen meist innerhalb weniger Tage gleich büschelweise aus und es bleiben kahle Stellen zurück. Die kahlen Stellen sind gesäumt von kurzen, zur Spitze hin immer dünner werdenden Haaren, die als Ausrufezeichen-Haare bezeichnet werden. Etwa ein bis zwei Prozent aller Männer und Frauen leiden, so die Schätzung vieler Experten, im Laufe ihres Lebens irgendwann einmal unter kreisrundem Haarausfall. Das Alter spielt dabei keine Rolle. Junge wie alte Männer können gleichermaßen von kreisrundem Haarausfall betroffen sein.

Der kreisrunde Haarausfall ist oft erst der Anfang des Haarausfalls. Gelegentlich fällt den Betroffenen das gesamte Haupthaar, einschließlich der Augenbrauen, der Wimpern und den Haaren in der Nase und, in selten Ausnahmefällen, die gesamte Körperbehaarung aus. Zudem ist die Oberfläche der Fingernägel bei dieser Art des Haarausfalls sehr rau und uneben.

Eine wissenschaftlich nachgewiesen wirksame Therapie gegen den kreisrunden Haarausfall wurde bislang noch nicht entwickelt. Bei einem Drittel der Betroffenen wachsen die Haare an den kahlen Stellen jedoch innerhalb eines Jahres wieder nach.

Warum Haarausfall bei Männern diffus sein kann

Wenn Sie überall auf dem Kopf mehr oder weniger gleichmäßig und stetig Haare verlieren, handelt es sich in der Regel um einen sogenannten diffusen Haarausfall. Die Gründe, warum Haarausfall bei Männern in dieser Form auftreten kann, sind vielfältig. Häufige Ursachen sind Eiweiß- oder Eisenmangel und bestimmte Krankheiten, hohes Fieber und manchmal Diäten. Weitere Ursachen können

Infektionskrankheiten wie Tuberkulose oder ein Grippe
bestimmte Medikamente oder eine Chemotherapie
Vergiftungen und Umwelteinflüsse
eine Funktionsstörung der Schilddrüse oder
eine schwere Operation

sein. Um die Ursache für den diffusen Haarausfall herauszufinden, wird der Arzt Sie nach eingenommen Medikamenten fragen, Ihr Blut untersuchen und ein Trichogramm durchführen. Ein Trichogramm dient zur Charakterisierung und Quantifizierung der verschiedenen Typen von Haarwurzeln. Hierzu werden vom Arzt etwa 50 Haare aus der Kopfhaut gezogen und die jeweiligen Anteile der verschieden Formen der Haarwurzeln bestimmt. Auf diese Weise kann der Arzt die Wachstumsphasen der Haare beurteilen und eine Prognose für den weiteren Verkauf des Haarausfalles erstellen. Die meisten Grunderkrankungen, die dafür verantwortlich sind, warum Haarausfall bei Männern in dieser Formt auftritt, können oftmals relativ einfach behandelt werden. Wenn die Ursache für den diffusen Haarausfall behoben ist, wachsen die Haare in den meisten Fällen innerhalb von ein paar Monaten vollständig wieder nach.

Narbiger Haarausfall bei Männern

Der Grund, warum Haarausfall bei Männern mit einer Narbenbildung einhergehen kann, ist eine Entzündung der Haarstammzellen. Die Entzündung entsteht, bevor die Haare ausfallen. Durch die Entzündung werden die Haarfollikel zerstört, so dass die Haare ausfallen und nicht mehr nachwachsen. Das heißt, narbiger Haarausfall bei Männern ist, wenn die Haare ausgefallen sind, unumkehrbar. Zurück bleiben die Narben auf der Kopfhaut. Die Entzündungen der Haarstammzellen können verursacht werden durch

eine Hautschädigung und Verletzungen der Kopfhaut wie
Verbrühungen, Verätzungen oder Verbrennungen
bestimmte Autoimmunerkrankungen
Infektionen verursacht durch Pilze, Bakterien oder Viren
Tumore und Tochtergeschwulste

Je nach Ursache kann die Entzündung der Haarstammzellen mit geeigneten Mittel, wie Antibiotika, Kortisonsalbe oder antiviralen Präparaten gestoppt und eine vollständige Zerstörung der Haarfollikel verhindert werden. Gelingt es frühzeitig, die Entzündung einzudämmen, hält sich der Haarausfall in Grenzen.

Wo finden vom Haarausfall betroffene Männer Hilfe?

Für viele Männer bedeutet Haarausfall eine große psychische Belastung. Hilfe finden betroffene Männer zum Beispiel im ​Forum von haarsprechstunde-online.de​. Hier können Sie sich mit anderen austauschen und von den Erfahrungen anderer vom Haarausfall betroffener Männer profitieren.​

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